Die Geschichte der Schweiz kann in zwei Etappen eingeteilt werden: Die Zeit vor dem Jahr 1848 und die sich anschliessende Periode nach der Gründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahr 1848. Der lose Bund der Klein-Staaten wurde damit zu einem Bundesstaat.

Bevor die Schweizerischen Eidgenossenschaft gegründet wurde, gab es auf dem Territorium der Schweiz eine grosse Anzahl von Münzen und Währungen inländischer und ausländischer Abstammung. Es wurde mit mehr als 850 verschiedenen Münzsorten Handel getrieben. Beispielsweise waren das: Franken, Dublonen, Pfund, Dukaten, Schilling, Batzen, Pfennig, Taler und Kronen. Doch wie kam es dazu, dass so viel verschiedene Währungen in der Schweiz vor dem Jahre 1848 existierten? Ein Blick in die Geschichte hilft.

Die Zeit vor dem Jahr 1848

Im Mittelalter konnte das politische und soziale Überleben einer regionalen oder administrativen Einheit nur garantiert werden, wenn sie von einem Grossreichen unterstützt wurde. Aber dieses unwirtliche, bergige Territorium Europas durfte auf keine Unterstützung durch eine Grossmacht hoffen, welche im Ernstfall militärischen Beistand leisten würde. Die damalige Schweiz hatte einem Imperium nichts zu bieten. Die zukünftigen „Kantone“ waren gezwungen, durch das Fehlen des äusseren Schutzes sich gegenseitig zu unterstützen und zu verteidigen.

Den Kern dieses Bundes bildeten die Regionen der Schweiz sowie der Kanton Bern, das Territorium wird von Historiker auch als das „Schweizer Preussen“ bezeichnet. Durch den Zusammenschluss ihrer wirtschaftlichen Ressourcen und militärischen Kräfte expandierte die Schweiz im 15. Jahrhundert über das damalige deutschsprachige Europa hinaus, unterwarf Regionen am französischsprachigen nördlichen Ufer des Genfersees und stiess auf das Grossherzogtum Burgund, welches unter der Leitung Karls des Kühnen ebenfalls probierte eine europäischen Grossmacht zu werden.

Der sogenannte Burgunderkriege (1474-1477) war die vielleicht wichtigste Etappe in der Schweizer Geschichte. Durch den Sieg eroberte die Schweizer neue Gebiete und beträchtliche finanzielle Beträge.

Verursacht durch die Reformation im Jahre 1517 kam es auch in der Schweiz zu permanenten religiösen Konflikten. Danach wurde das Schicksal des Territoriums zuerst von Napoleon, später von den europäischen Grossmächten im Wiener Kongress beeinflusst. Per Resolution erkannten die Siegermächte die Schweiz als neutralen Staat an. Die Zeit für eine eigene Währung war gekommen.

Lancierung des Schweizer Fankens

Eine Erfolgsgeschichte begann im Jahre 1850 prägte man die ersten neuen Franken (CHF). Der Schweizer Franken wurde gleich einem französischen Franc definiert. Das Münzrecht der Kantone ging an den Bund über. Zuerst erfolgte die Herstellung der Münzen in Paris, später in Bern. Es wurden auch Banknoten ausgegeben. Das erfolgte bis zum Jahr 1881 durch die einzelnen Kantone. Banknoten waren noch ein sehr exotisches Zahlungsmittel und spielten kaum eine grosse Rolle. Umso wichtiger waren die Münzen, weil deren Wert durch den Silberanteil real war. Der Bundesrat stellte im Jahr 1852 Silbermünzen mit französischem Münzfuss hauptsächlich aus Belgien und Frankreich den Schweizer Franken gleich. Aus rechtlicher Sicht erfolgte somit eine autonome Internationalisierung des Schweizer Franken. Der Wechsel zu einer Doppelwährung bestehend aus Silber- und Goldmünzen wurde im Jahr 1860 beschlossen. Der Silberpreis war gestiegen, plötzlich lohnte es sich, die Silbermünzen einzuschmelzen und das Silber anderweitig zu verwenden. Die Goldmünzen, so dachte man, waren eine ideale Ergänzung, denn der Goldpreis unterlag weniger Schwankungen.

Der Lateinischen Münzunion trat die Schweiz im Jahr 1865 bei. Nun konnten die Schweizer in Frankreich, Italien, Belgien und später in Griechenland mit ihren Schweizer Franken bezahlen. In der Schweiz wiederum konnten die Bewohner der anderen Länder mit ihren Währungen handeln. Der Beitritt zur Lateinischen Münzunion brachte nicht nur Vorteile, denn die Währungspolitik der Schweiz wurde nun in Paris gemacht.

Im Bankgesetz von 1881 legte die Regierung fest, dass die Notenausgabe nunmehr zentral stattfinden sollte. Es kam zur Gründung der Schweizerischen Nationalbank im Jahr 1907, das staatliche Notenmonopol war damit etabliert. Bis zu dieser Zeit war die Schweiz eher ein Satellit des monetär herrschenden Frankreichs. Das war nun vorbei. Neben der Gründung der Schweizerischen Nationalbank brachte der erste Weltkrieg den Wendepunkt für die internationale Bedeutung des Franken aus der Schweiz.

Der Franken wird zu einer Fluchtwährung

Die Weltwirtschaftskrise am Anfang der 1930er Jahre verursachte einen starken Zufluss an Kapital aus dem Ausland in die Schweiz. Der Schweizer Franken galt als Rettungsanker gegen die weltweit herrschende Geldentwertung, er wurde zur Fluchtwährung. Im Jahr 1933 änderte sich die Situation komplett. Die Schweizerische Nationalbank sah sich gezwungen, den Franken öfters gegen Spekulanten zu verteidigen, so im Frühsommer des Jahres 1933 sowie in den beiden Frühjahren 1934 und 1935. Im Unterschied zu den USA und Grossbritannien, welche abwerteten mussten und die Bindung der Währung an das Gold aufgaben, vereinte sich die Schweiz im Juli 1933 mit dem sogenannten Goldblock. Frankreich, Niederlande, Polen, Belgien und Italien gehörten dem Goldblock ebenfalls an. Die Währungshüter der Schweiz waren Verfechter der Goldwährung und einer deflationären Strategie.

Abwertung oder monetäre Würde

Im Januar des Jahres 1936 gab es in der Schweiz ungefähr 124.000 Arbeitslose. Das führte dazu, dass beispielsweise Vertreter der Exportwirtschaft und des Gast- und Tourismusgewerbes sich für eine Abwertung des Schweizer Frankens stark machten. Im Juni 1936 wurde eine geheime Studie beauftragt, für den Fall einer Abwertung sollten Massnahmen zur Vermeidung von Inflation untersucht werden. Die Mehrheit des Bundesrats hielt weiterhin an der Goldparität fest. Die Gegner der Abwertung brachten den Einwand der monetären Würde ins Spiel. Der Schweizer Franken sollte nicht an Vertrauen einbüssen.

Am 24.09.1936 wurde der Bundespräsident vom französischen Wirtschaftsminister darüber unterrichtet, dass Frankreichs Regierung den Beschluss gefasst hat, den französischen Franc um circa 30 Prozent abzuwerten. Der Bundesrat widmete sich in drei Sitzungen diesem strittigen Thema. Der Präsident der Schweizerischen Notenbank riet trotz des starken Franken von der Abwertung ab. Andere wiesen dagegen auf die wirtschaftlichen Probleme hin, die Notwendigkeit der Förderung von Exporten und den derzeit günstigen Zeitpunkt, da Frankreich eben auch abwertete. Die Entscheidung fiel am 26.9. an einen Samstag. Die Schweizerische Nationalbank legte den Abwertungssatz, wie Frankreich, auf 30 Prozent fest.

Die schnelle Entscheidung und der Umstand, dass die Börsen bis zum 29.09.1936 geschlossen blieben, vereitelte Spekulationen gegen den Schweizer Franken. Diese Abwertung 1936 trug wesentlich zum Erfolg der am 21.09. aufgelegten sogenannten „Wehranleihe 1936“ bei, welche innerhalb von knapp drei Wochen zu zwei Dritteln gezeichnet wurde. Die vorhandene hohe Liquidität ermöglichte es der schweizerischen Notenbank, den seit Gründung der Bank im Jahr 1907 tiefsten Diskontsatz von 1,5 Prozent zu benennen. Der Tourismus florierte und die Exporte stiegen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen fiel von 93.009 im Jahr 1936 auf 71.130 im Jahr 1937 und sank auf 65.583 im Jahr 1938. Der 2. Weltkrieg trug zur Stärkung des Frankens bei, die Währung mit Goldanteil hatte sich als internationalen Zahlungsmittel etabliert. Dieser Tatbestand brachte im 2. Weltkrieg die Nazis auf die Idee, Raubgold gegen Schweizer Franken einzutauschen, um damit Kriegsgüter zu erstehen. Die Schweiz machte mit, ob es einen Entscheidungsspielraum gab, ist umstritten.

Bretton-Woods und das europäische Wirtschaftswunder

Am Ende des 2. Weltkrieges stellte sich die Frage, wie es mit dem internationalen Finanzsystem weitergehen sollte. Der Bretton-Woods-Vertrag wurde abgeschlossen. Darin wurden zwei wichtige Dinge wurden geregelt:

Erstens: Die teilnehmenden Länder vereinbaren einen festen Wechselkurse zum US-Dollar. Im Gegenzug verpflichtet sich die Notenbank der USA, den Zentralbanken der Teilnehmerländer Dollar gegen Gold zum Kurs von 35 US-Dollar pro Feinunze einzutauschen.

Zweitens: Um das Funktionieren des Finanzsystems zu gewähren, wurde der Internationale Währungsfonds (IWF) gegründet.

Die westeuropäischen Länder erlebte in den 1950er bis 1960er Jahren das Wirtschaftswunder. Die Schwachstellen des Bretton-Woods-Vertrages wurden ab Mitte der 1960er Jahre erstmals deutlich. Ende der 1960er Jahre gab es in den USA ein Wirtschaftswachstum, unter anderem wegen des Krieges mit Vietnam. Gleichzeitig stieg die Inflation.

Das als Trilemma der Währungspolitik bekannte Problem, beschreibt den Gegensatz der drei Ziele einer Währungspolitik:

Erstens: eigenständige, unabhängige Geldpolitik,

Zweitens: feste Wechselkurse,

Drittens: ungehinderter internationaler Kapitalverkehr.

Es ist maximal möglich, zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen. Die festen Wechselkurse des Bretton-Woods-Systems sowie die steigende Liberalisierung des Kapitalverkehrs verringerte die Chance der Mitgliedstaaten, eine unabhängige Geldpolitik zu betreiben. Im März 1973 beendeten die beteiligten Notenbanken das Bretton-Woods-System. Die meisten Staaten führten flexible Wechselkurse ein – die Schweiz auch.

Die Strategie der Geldmengensteuerung in den Jahren 1973 bis 1999

Der Übergang zu flexiblen Wechselkursen im Jahr 1973 stellte ein einschneidendes Ereignis dar. Erstmals wurde die Schweizer Nationalbank in die Lage versetzt, eine unabhängige, an der Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik, zu entwickeln und umzusetzen. Bei dem Entwurf eines geldpolitischen Plans standen zwei Dinge im Vordergrund:

Erstens: Die Inflation und Deflation sind von Grundsatz her monetäre Phänomene.

Zweitens: Sollte die Notenbank mit ihrer Politik keine Steuerung der Konjunkturentwicklung praktizieren.

Beruhend auf diesen Prinzipien ging die Schweizer Nationalbank im Jahr 1975 als eine der allerersten Notenbanken zu einer auf längerfristige Preisniveaustabilität orientierten Geldmengenpolitik über. Die bis dahin übliche jährliche Verkündigung von Geldmengenzielen wurde nun in den 1990er Jahren durch die Bestimmung eines mittelfristigen, über fünf Jahre festgelegten Zielpfades ersetzt. Diesem Zielen lagen ein Inflationsziel von rund einem Prozent sowie eine Abschätzung des realen Wachstumspotenzials der Volkswirtschaft von zwei Prozent zugrunde. Die Notenbank nutzte ihre geldpolitische Unabhängigkeit, um die Inflation, welche im Jahresmittel des Jahres 1974 rund zehn Prozent betrug, in relativ kurzer Zeit abzusenken. Die Bemühungen zur Stabilisierung der Preise verschärften wiederum, die durch den unerwarteten starken Anstieg des Erdölpreises ausgelöste tiefe Rezession. Die Geldpolitik wurde durch die anhaltende hohe Bewertung des Franken an den Devisenmärkten zusätzlich erschwert. Als der Schweizer Franken im Herbst des Jahres 1978 neben dem US-Dollar, auch gegenüber der Deutschen Mark zulegte, sah sich die Zentralbank der Schweiz gezwungen, das anvisierte Geldmengenziel durch das Wechselkursziel zu ersetzen. Sie griff massiv auf den Devisenmärkten ein, daraufhin beruhigte sich die Wechselkurslage relativ schnell. Steigende Erdölpreise und eine zu zögerliche Auflösung der Überschussliquidität führten aber zu einem kurzzeitigen Anstieg der Teuerung, welche mit 7,5 Prozent im Herbst des Jahres 1981 ihren höchsten Stand erreichte. Nach einer erfolgreichen Bekämpfung der Inflation fiel in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die Geldpolitik erneut zu expansiv aus. Nach dem Börsencrash im Oktober 1987 erhöhte die Nationalbank die Liquidität. Auf der anderen Seite verursachte die Installation des Zahlungssystems SIC und die neuen Liquiditätsvorschriften für die nationalen Banken einen nicht erwarteten sehr starken Rückgang der Nachfrage der Banken nach Notenbankgeld. Vielleicht konzentrierte sich die Notenbank zu sehr auf die Geldmenge und vernachlässigte das Kreditwachstum und schenkte den breiter festgelegten Geldaggregat in den Jahren 1986 und 1987 zu wenig Beachtung. Denn es gab wieder einen Inflationsschub. Mitte des Jahres 1991 erreichte die Inflation eine Spitze von 6,6 Prozent. Gleichzeitig entstand eine spekulative Blase im Immobilienbereich Ende der 1980er Jahre. Die ergriffenen geldpolitischen Massnahmen im Hinblick auf die Preisstabilität bewirkten eine Rezession. Die geplatzte Immobilienblase verschärfte die Rezession noch zusätzlich.

Strategiewechsel seit dem Jahr 2000

Am Ende des Jahres 1999 trennte sich die Nationalbank von der Geldmengenpolitik und führte eine neue geldpolitische Strategie ein. Der Strategiewechsel war die wichtigste geldpolitische Änderung seit der Einführung der flexiblen Wechselkurse. Der Grund für den Strategiewechsel waren permanente Störungen der Geldnachfrage, welche die Brauchbarkeit der Geldmengenpolitik zunehmend in Frage stellte. Die folgende Strategie, welche letztlich noch Gültigkeit hat, beruht auf drei Säulen:

Erstens: Einer eindeutigen Definition der Preisstabilität als einen langfristigem Anker, welcher mit Zunahme des Index der Konsumentenpreise von weniger als 2 Prozent gleichgesetzt wird.

Zweitens: Die Inflationsprognose wird der Hauptindikator für alle geldpolitischen Entscheidungen.

Drittens: Als operatives Ziel dient der Franken-Dreimonats-Libor (3M-Libor) zur Umsetzung der Geldpolitik.

Die geldpolitische Bilanz bis zur europäischen Währungsunion fällt insgesamt positiv aus. Die Inflation blieb seit dem Jahr 1994 unter zwei Prozent, Anfang 2007 stieg der Erdölpreises massiv, zusammen mit der lockeren Geldpolitik der Vorjahre erfolgte im Jahr eine Überschreitung der Zielmarke von zwei Prozent. Wobei im Jahr 2009 die Inflation in den negativen Bereich rutschte. Schuld war der starke Ölpreisrückgang. Im Unterschied zu anderen Ländern, konnte in der Schweiz ein Kredit- und Immobilienboom mit dem unweigerlich folgenden Einbruch der Kredittätigkeit vermieden werden. Da die Schweizer Notenbank mit dem 3-Monats-Libor das operative Ziel verfolgte, konnte ein Anstieg der Risikoprämie in der Finanzkrise vermieden werden. Dadurch wurden in der Schweiz die negativen Einwirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft gedämmt. Die Geldpolitik der Nationalbank half in diesem Jahrzehnt, die Stabilität der Volkswirtschaft zu erhöhen.

Die Rolle des Franken im Umfeld der europäischen Währungsunion

Die Währungsunion der teilnehmenden 11 Länder begann am 01.01.1999. Folgende Länder waren beim Start dabei: Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Österreich, Irland, Finnland, Spanien, Portugal und Italien. Ab diesem Datum war die Europäische Zentralbank für die gemeinsame Geldpolitik zuständig. Die Euro-Banknoten und Euro-Münzen wurden am 01.01.2002 eingeführt. Bis zum 01.03.2002 konnte die nationalen Währungen verwendet werden, danach wurde der Euro zum alleinigen gesetzlichen Zahlungsmittel.

Die höhere Präferenz der Schweiz für Preisstabilität und Fiskaldisziplin begründete eine eigene Währung und sprach gegen den Beitritt zur Europäischen Währungsunion. Es konnte ausserdem empirisch belegt werden, dass der im internationalen Vergleich bessere makroökonomische Verlauf der Schweiz seit dem Jahre 1999 als Beleg dafür dient, dass es richtig war, an einer eigenen Währung festzuhalten. Auch aus historischer Sicht können weitere Gründe für eine eigene Währung benannt werden. Der Blick in die Vergangenheit zeigt, Grossmächte und grosse Länder haben meist wegen ihren Fiskalproblemen keine stabilen Währungen etablieren können. Einige kleine Länder waren erfolgreicher und die Schweiz scheint dafür das jüngste Beispiel zu sein. Die ausserordentliche Stabilität der Schweizer Währung seit ihrer Einführung im Jahr 1850 erklärt, die im internationalen Vergleich sehr niedrigen Realzinssätze für die festverzinsliche Frankenanlagen.

Frankenschock im Jahr 2015

Während der Euro-Schuldenkrise in den Jahren 2008/2009 galt der Schweizer Franken bei Investoren lange Zeit als sicherer Hafen. Um einer Aufwertung entgegen zu wirken, legte die Schweizer Notenbank einen Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken fest und hielt diesen für mehrere Jahre aufrecht. Doch die Währungshüter mussten sich mit milliardenschweren Devisenkäufen gegen die Aufwertung stemmen. Am 15. Januar 2015 gab die Schweizerische Nationalbank völlig überraschend bekannt, den Kurs des Euro nicht mehr bei Franken 1.20 je Euro zu stützen, sondern den Kurs freizugeben. Der Franken Kurs legte sprunghaft zu. Die Schweizer Firmen hatten es nach dieser überraschenden Massnahme die folgenden Jahre schwer. Seit der «schockierenden» Aufwertung am 15. Januar 2015 machte die kleinsten Kursbewegungen Schlagzeilen, es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass sich der Frankenschock wiederholt. Die Zentralbanken kommunizieren hinter den Kulissen miteinander, um solche Schocks zu vermeiden. Es scheint der Schweizer Franken ist zur Stärke verdammt, die „monetäre Würde“ soll nicht eingebüsst werden.

Im Jahr 1850 begann die Erfolgsgeschichte des CHF und sie konnte bis heute weitergeschrieben werden. Preisstabilität und Fiskaldisziplin sind der Schlüssel dieses Erfolges. Die „monetäre Würde“ wurde wie ein Schatz bewahrt.

Die Schweizer Nationalbank hat berücksichtigt, was Ron Kritzfeld (Deutscher Autor) mit wenigen Worten zusammenfasst: „Inflation: Rache einer Währung für leichtfertigen Umgang mit dem Gelde.“

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